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Diskriminierungsschutz im Wandel

Diskriminierungsschutz im Wandel

Mehr Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz – mit Luft nach oben.

Beim Thema Diskriminierungsschutz am Arbeitsplatz tut sich etwas.

20 Jahre nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) wird auf Bundesebene eine umfassende Reform diskutiert. Bei den diskutierten Neuerungen geht es im Wesentlichen um besseren Schutz vor Benachteiligung in der Arbeitswelt. Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick:

  • Längere Fristen: Betroffene erhalten mehr Zeit, um Ansprüche nach einer Diskriminierung geltend zu machen.

  • Leichtere Klagen: Die Rechtsdurchsetzung in solchen Fällen wird vereinfacht.

  • Reform der “Kirchenklausel”: Glaubensgemeinschaften dürfen Beschäftigte ab sofort nicht mehr je nach Religionszugehörigkeit unterschiedlich behandeln. In solchen Fällen muss zukünftig ein klarer Zusammenhang zwischen Glauben und Arbeit bestehen.

Weitere Anträge verschiedener Bundestagsfraktionen wurden während der ersten Lesung eingebracht, gefordert wurden dabei u. a. eine verbesserte Rechtsdurchsetzung in Fällen von Diskriminierung, die Aufnahme von Diskriminierungsmerkmalen wie chronischen Erkrankungen, Elternschaft, Sprache oder geschlechtlicher Identität in den Diskriminierungsschutz und ein Klagerecht für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Der Regierungsentwurf befindet sich nun im parlamentarischen Verfahren und auch wenn die Anpassungen des AGG einen Fortschritt darstellen, bleibt weiter Luft nach oben.

Diese Themen haben uns außerdem interessiert:

  • Der paradoxe Fachkräftemangel: Laut einer neuen Studie der KfW berichten 2026 nur noch 21 % deutscher Unternehmen von Fachkräftemangel, ein Anteil, der 2022 noch bei 49,7 % lag. Der Grund für die Entwicklung ist allerdings nicht eine wachsende Arbeitskraft, sondern vielmehr die anhaltende Wirtschaftsschwäche.

  • Berlins Hauptstadt-Bonus produziert Jobs: Eine Analyse des IAB zeigt auf: Berlin als Arbeitsort boomt. Zwischen 1999 und 2023 verzeichnete die Hauptstadt bundesweit den stärksten Zuwachs aller Bundesländer bei der Anzahl sozialversicherungspflichtiger Jobs. Die meisten davon sind Teil des Dienstleistungssektors, von IT und Beratung, zu Gesundheit, Bildung und Verwaltung.

  • Headhunting für Spione: Wer in seinem Beruf mit sensiblen Informationen in den Bereichen Politik, Militär, und Wissenschaft umgeht, sollte bei LinkedIn Anfragen von angeblichen Vertreter:innen chinesischer Firmen extra vorsichtig sein, so die Warnung von fünf Geheimdiensten.

Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.

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