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Multiteaming gilt als Inbegriff von Flexibilität und Effizienz, führt aber oft zu Erschöpfung – kann Job Crafting den Balanceakt zwischen Selbstschutz und Teamverantwortung lösen?
In der modernen Arbeitswelt gilt das parallele Arbeiten in verschiedenen Projektteams als Inbegriff von Flexibilität und Effizienz. Dass jedoch gerade dieses sogenannte Multiteaming negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden und die Teamdynamik hat, belegt eine aktuelle Studie der LMU Munich School of Management.
Laut der Analyse führt Multiteaming in parallelen Projekten zu massiver Erschöpfung. Ständige Kontextwechsel sowie der Druck, in jedem Team sofort verfügbar sein zu müssen, überfordern und untergraben die psychische Gesundheit nachhaltig.
Was also tun, um der drohenden Überlastung entgegenzuwirken? Viele Beschäftigte greifen laut Studie auf Anpassungsstrategien, dem sogenannten Job Crafting zurück. Die Analyse zeigt, dass Mitarbeitende hierfür drei spezifische Bewältigungsstrategien entwickelt haben: Sie streichen bewusst weniger relevante Aufgaben, reduzieren die Intensität bei bestimmten Tätigkeiten oder schaffen durch Zeitblockbildung ungestörte Phasen für konzentriertes Arbeiten.
Diese individuellen Strategien führen in ein kollektives Dilemma: Wenn einzelne Aufgaben zum Selbstschutz gestrichen werden, verlagert sich die Last auf Kolleg:innen, die oft selbst bereits am Limit arbeiten. So entsteht ein Konflikt zwischen notwendigem Schutz der eigenen Gesundheit und Teamverantwortung.
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Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.