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Sprache als Schlüssel und Hindernis am Arbeitsmarkt

Sprache als Schlüssel und Hindernis am Arbeitsmarkt

Während die Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt steigt und notwendig ist, stehen der bestmöglichen Arbeitsmarktintegration oftmals sprachliche Barrieren im Weg.

Der Anteil an Zugewanderten am deutschen Arbeitsmarkt ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Einer gelungenen Arbeitsmarktintegration stehen dabei jedoch oftmals sprachliche Barrieren im Weg.

Einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge erwartet mehr als die Hälfte der Betriebe in Deutschland von Bewerber:innen mindestens ein B2-Sprachniveau. Vor allem kleine und mittlere Betriebe seien dabei weniger bereit, Bewerber:innen ohne hinreichende Deutschkenntnisse zu berücksichtigen. Gleichzeitig sinke mit zunehmender Anzahl an Beschäftigten der Anteil der Betriebe, bei denen Sprachkenntnisse für die Einstellung keine entscheidende Rolle spielen. Die höchsten sprachlichen Voraussetzungen gibt es im Wirtschaftsbereich “Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“, am niedrigsten sind die Anforderungen im Gastgewerbe.

Obwohl etwa die Hälfte der Betriebe angibt, generell eine harte B2-Hürde bei der Einstellung zu setzen, erwägen 12 % der Betriebe, Personen mit geringeren Sprachkenntnissen einzustellen, wenn es das ausgeschriebene Tätigkeitsprofil zulässt. Weitere 15 % der Betriebe stellen ein, wenn die Bewerbenden aktiv an Deutschkursen teilnehmen - angesichts der geplanten Kürzungen bei Sprach- und Integrationskursen stellt das Zugewanderte aber gar vor weitere Probleme.

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Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.

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