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Eine neue Datenanalyse zeigt, wie sich die Anzahl ausgeschriebener Stellen für Young Professionals seit 2019 entwickelt hat.
Studium abgeschlossen, Job in der Tasche?
Immer seltener als noch vor einigen Jahren ist dies der Alltag von jungen Berufseinsteiger:innen. Eine neue Datenanalyse der Personalmarkt-Agentur Index zeigt, wie sich die Anzahl ausgeschriebener Stellen für Young Professionals seit 2019 entwickelt hat. Waren im Oktober 2024 noch 21.791 Stellen ausgeschrieben, so waren es ein Jahr später nur noch 20.506.
Doch was sind die Gründe? Von Arbeitgeber:innen hört man oftmals, dass Juniorstellen gestrichen werden, weil Künstliche Intelligenz deren Aufgaben übernimmt. Doch das ist nur ein Aspekt der Entwicklung. Zwar stimmt es durchaus, dass klassische Einstiegstätigkeiten wie Recherchen, Datenaufbereitungen oder Protokolle automatisiert werden, doch zum Rückgang der Young-Professionals-Stellen trägt ganz wesentlich auch die angespannte wirtschaftliche Lage bei.
Ein Lichtblick für junge Arbeitnehmer:innen könnte der weiter wachsende Fachkräftemangel sein, da sich aufgrund freiwerdender Stellen zahlreiche Möglichkeiten auftun. Und auch der allgemeine Wandel des Arbeitsmarkts sollte nicht nur als Gefährdung wahrgenommen werden: So ist ein allgemeiner Schwund an Stellenausschreibungen zwar nicht von der Hand zu weisen, die Nutzung von KI, neue Technologiefelder und der Wandel der Industrie bringen jedoch auch vielfältige Chancen mit sich, wenn auch nicht kurzfristig.
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Job-Hopping verliert an Beliebtheit: Die Bereitschaft von Arbeitnehmer:innen zum Stellenwechsel nimmt insgesamt ab. Während insbesondere die Veränderungsbereitschaft von Babyboomern bei zwar leicht steigender Tendenz auf niedrigem Niveau verharrt, fällt der Rückgang in der jüngeren Generation am deutlichsten aus. Ein Hauptgrund für die Entwicklungen: die unsichere Wirtschaftslage.
Immer weniger Azubis: Wie Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, haben im vergangenen Jahr erneut weniger Auszubildende als im Vorjahr eine duale Berufsausbildung begonnen. Auffällig ist dabei auch, dass Frauen lediglich rund ein Drittel der Azubis mit Neuvertrag ausmachen. Als mögliche Ursachen für den Rückgang diskutieren Expert:innen unter anderem eine fehlende Ausbildungsplatzgarantie und einen Mangel an geeigneten Bewerber:innen.
Kleider machen Leute: Einen der außergewöhnlichsten Jobs Europas hat die Deutsche Welle auf YouTube porträtiert. Es geht nach Brüssel, wo das weltberühmte Manneken Pis nicht nur geliebt, sondern auch persönlich gehegt und gepflegt wird.
Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.