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Zuwanderung stützt den Arbeitsmarkt

Zuwanderung stützt den Arbeitsmarkt

Während der demografische Wandel rollt, federt Zuwanderung diesen bereits heute ab und weist dazu noch weitere ungenutzte Potenziale auf.

Der demografische Wandel rollt, Zuwanderung federt ihn bereits heute ab.

Das ist das Ergebnis eines neuen Focus Papers der Bertelsmann Stiftung, das aktuelle Daten aus knapp 90 Quellen zur Arbeitsintegration von Zugewanderten in Deutschland bündelt. Die zentralen Zahlen: 17 % bzw. 5,9 Millionen  der Beschäftigten in Deutschland haben eine ausländische Staatsangehörigkeit, ein Anteil, der im Vergleich zum Vorjahr um 194.000 Personen angestiegen ist. Zugleich nahm die Zahl deutscher Beschäftigter um 269.000 Personen auf 28,9 Millionen ab.

Somit mildern Zugewanderte bereits akut die Folgen des demografischen Wandels ab. Eine Entwicklung, die auch in Zukunft zentral für den deutschen Arbeitsmarkt sein wird, denn in den nächsten 10 Jahren geht circa jede:r vierte deutsche Beschäftigte:r in Rente. Schon heute haben in Branchen wie Reinigung, Lebensmittelherstellung oder in Tourismus- und Gastronomie im Schnitt 42,5 % der Beschäftigten eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Um die Arbeitskraft auch in den kommenden Jahren stabil zu halten, nimmt das Focus Paper vor allem die ungenutzten Potenziale innerhalb der Gruppe der Zugewanderten in den Fokus. Denn in dieser sind nur knapp 59 % der Männer und 45 % der Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Noch deutlicher wird das Potenzial bei geflüchteten Frauen, wo lediglich 31 % beschäftigt sind. Dabei bleiben Sprachkenntnisse und Anerkennung von Berufsabschlüssen die zentralen Hebel für eine gelungene Integration.

Diese Themen haben uns außerdem interessiert:

  • Schwarz-rote Reformen: Als Teil des großen Reformpakets stehen auch schärfere Regeln bei der Krankschreibung im Fokus. Was sich konkret bei der Attestpflicht ändern soll und warum es schärfere Gesetze geben soll, hat die Tagesschau zusammengefasst.

  • Kündigungsatlas: Business Insider zeigt auf, welche Beschäftigtengruppen besonders häufig von Kündigungen betroffen sind. Dabei stellen verheiratete Männer die größte Einzelgruppe, das Durchschnittsalter beträgt 41,4 Jahre und am häufigsten erfolgt eine Kündigung nach zwei bis fünf Jahren Beschäftigungsdauer.

  • Start-up-Boom: Bereits bis Ende Juni sind in Deutschland mehr Start-ups gegründet worden, als im gesamten Jahr 2024, wie heise berichtet. Seit Jahresbeginn starteten 3053 neue Firmen. Die Hotspots: Bayern mit 626 Neugründungen, Nordrhein-Westfalen mit 539 und Berlin mit 429 Start-Ups. Ein zentraler Treiber ist laut Startup-Verband der gezielte Einsatz von KI.

Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.

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