ZARA – Zivilcourage & Anti-Rassismus-Arbeit

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ZARA bietet allen Betroffenen von Rassismus sowie Betroffenen und Zeug*innen von Hass im Netz juristische und psychosoziale Beratung an. Außerdem werden alle Meldungen systematisch dokumentiert.

Mittels aktiver Öffentlichkeits-, Bildungs- und Projektarbeit leistet ZARA einen Beitrag zur Prävention von Rassismus und/oder Hass im Netz ebenso wie zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Wir treten für die Gleichberechtigung aller Menschen ein – unabhängig von ethnischer und sozialer Zugehörigkeit, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, sexueller Orientierung, Alter oder Behinderung.

ZARA sieht sich selbst als Verbündete und unterstützt mit den beiden Beratungsstellen all jene Menschen kostenlos, die diese Unterstützung in Anspruch nehmen möchten.

In unserer täglichen Arbeit gibt es sehr oft Überlappungen unserer drei Arbeitsbereiche und wir (er-)leben sie als eng miteinander verknüpft. Es gibt daher keine festgelegte Gewichtung der Bereiche:

Rassismus – Hass im Netz – Zivilcourage

​​Rassismus

ZARA versteht unter Rassismus ein gesellschaftliches Instrument, das seit Jahrhunderten strukturell verankert ist und Macht ungleich verteilt. Dieses System sichert weißen Menschen soziale, wirtschaftliche sowie politische Privilegien ebenso wie eine machtvollere Position in der Gesellschaft. Es wird ein „wir“ gegen „die anderen“ geschaffen, wobei „die anderen“ abgewertet bzw. herabgewürdigt werden. Mitumfasst von ZARAs Verständnis von Rassismus sind etwa auch Antimuslimischer Rassismus, Antisemitismus, Anti-Schwarzer Rassismus und Rom*nja- und Sint*izzefeindlichkeit.

Rassismus kann auf institutionellen, strukturellen und individuellen Ebenen seinen Ausdruck finden. Rassismen laufen immer darauf hinaus, dass Menschen (einzeln oder als Gruppe) aufgrund der ihnen zugeschriebenen biologischen und/oder kulturellen (inkl. religiösen) Merkmale und/oder der ihnen zugeschriebenen Herkunft benachteiligt werden. Diese Benachteiligungen können in Denk- und Redeweisen, Einstellungen ebenso wie Handlungen ihren Ausdruck finden. Beispiele für solche Handlungen sind die Einschränkung oder Verweigerung des Zugangs zu Ressourcen (bspw. Bildung, Arbeit, Gesundheitssystem, Sozialleistungen, öffentliche Güter, Macht) und zu politischen wie gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten ebenso wie alltagsrassistische Mikroaggressionen bis hin zu rassistischen Übergriffen und Gewalt. Rassismus ist in öffentlichen und privaten Institutionen ebenso wie in staatlichen Regelungen verankert und wird in und durch diese reproduziert und aufrechterhalten. ZARA arbeitet auch gegen jene Formen von Rassismus, die gesetzlich nicht verboten sind.

Hass im Netz

Unter Hass im Netz versteht ZARA verletzende, erniedrigende oder herabwürdigende Online-Inhalte, die sich gegen Einzelpersonen oder Gruppen richten. Diese Inhalte beziehen sich häufig auf Merkmale oder Zuschreibungen wie ethnische Zugehörigkeit, Hautfarbe, sexuelle Orientierung, Geschlecht, Religion, Behinderung, soziale Herkunft oder Alter. Oft erfüllen solche Inhalte einen rechtlichen Straftatbestand. Hass im Netz kann sich auf unterschiedliche Weise manifestieren: Manche Inhalte diskriminieren pauschal ganze Bevölkerungsgruppen. Andere Formen von Hass im Netz richten sich gegen einzelne Personen und reichen von übler Nachrede über Beleidigung bis zu Cyber-Mobbing oder Cyber-Stalking.

Auch wenn bestimmte hasserfüllte Äußerungen im Netz rechtlich nicht verboten sind, können sie Menschen erniedrigen, herabwürdigen und verletzen und somit eine schädliche Wirkung haben. ZARA arbeitet daher gegen legale sowie illegale Formen von Hass im Netz. Gegen Hassrede steht zumindest immer das Mittel der Gegenrede zur Verfügung.

Zivilcourage

Zivilcourage ist der Mut, in Situationen von Gewalt, Diskriminierung und/oder Rassismus einzugreifen. Das beginnt mit Wahrnehmung und Verantwortungsgefühl und mündet in zivilcouragiertem Handeln. Eingreifen kann – je nach eigenen Fähigkeiten und nach dem Wunsch der Betroffenen – bedeuten, hinzuschauen, Betroffenen Unterstützung anzubieten, Vorfälle zu dokumentieren oder Unterstützung bzw. Hilfe zu holen. Dies kann das Risiko eigener Nachteile beinhalten, wobei es immer wichtig ist, eigene Grenzen zu wahren.

Auch online ist zivilcouragiertes Handeln gefragt, um sich gegen Hass im Netz einzusetzen, für eigene Werte einzustehen, Räume nicht stillschweigend aufzugeben und wiederum Betroffenen den Rücken zu stärken. Zivilcourage verbindet!

Kontakt :

0043 1 929 13 99

Organisationstelefonnummer

https://www.zara.or.at/de

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