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Flexibel arbeiten oder kündigen: Wie Trends von „Coffee Badging“ bis „Micro Shifting“ den Joballtag revolutionieren
Flexibilität und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sind für die Mehrheit der Beschäftigten längst nicht mehr wegzudenken.
Wie die aktuelle „State of Hybrid Work“-Studie von Owl Labs zeigt, wünscht sich mit zwei Dritteln (66 %) die große Mehrheit ein hybrides Modell, weitere 8 % wollen sogar vollständig remote arbeiten. Die Erwartungshaltung ist hoch: 5 % würden ohne flexible Optionen sofort kündigen, weitere 38 % sich anderweitig umsehen. Zugleich gewinnen Ansätze wie Micro Shifting an Bedeutung. So interessieren sich 51 % der Befragten dafür, ihren Arbeitstag in kurze Blöcke zu zerlegen, um diesen besser an Gesundheit, Produktivität oder Kinderbetreuung anzupassen.
Catchy Namen für Verhaltensmuster erhalten so nun auch Einzug in die Arbeitswelt. Neben 31 %, die es bei einem “Dienst nach Vorschrift” belassen, halten 27 % im Sinne des “Job Huggings” am aktuellen Job fest, obwohl sie damit unzufrieden sind. Kalenderblocking betreiben rund 26 %, um sich vor ungeplanten Terminen zu schützen. Besonders auffällig zeigt sich auch das Phänomen des „Coffee Badging“: 32 % der Hybrid-Beschäftigten schauen nur kurz im Büro vorbei, um Präsenz zu zeigen. 80 % dieser Coffee-Badger sind dabei Mitarbeitende mit Führungsverantwortung.
Diese Themen haben uns außerdem interessiert:
Familienfreundlichkeit auf die 1: Trotz wirtschaftlicher Anspannung halten knapp neun von zehn Unternehmen familienfreundliche Maßnahmen weiter für wichtig. Laut dem Unternehmensmonitor des IW Köln sichern sich selbst 85 % der Betriebe in schlechter Lage durch diese Angebote einen Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte.
Sicherer Job, gefährlicher Arbeitsweg: Während die Zahl der klassischen Arbeitsunfälle dank Homeoffice und besserer Schutzmaßnahmen weiter sinkt, verzeichnet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung bei den Wegeunfällen zur Arbeit und Schule einen spürbaren Anstieg.
Moral oder Job: Wenn die eigenen Werte nicht mehr zum Arbeitgeber passen, wird der Job schnell zur Belastung. Wann eine Kündigung aus Gewissensgründen unausweichlich ist und wie der Schnitt gelingt, beleuchtet der Spiegel (€).
Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.