
Die gründen, die Jungen! Laut dem neuen Global Entrepreneurship Monitor haben sich die 18- bis 24-jährigen zur gründungsaktivsten Altersgruppe entwickelt. Die Hintergründe liest Du hier.
Abseits der neuen Staffel von “Die Höhle der Löwen” vollzieht sich am deutschen Gründungsstandort ein echter Strukturwandel, denn die 18- bis 24-Jährigen haben sich zur gründungsaktivsten Altersgruppe entwickelt.
Wie der neue Global Entrepreneurship Monitor im Auftrag der Bertelsmann Stiftung belegt, stieg die Gründungsquote in dieser Altersgruppe 2025 auf 23,2 %, ein enormer Sprung gegenüber dem Vorjahr (12,9 %) und mehr als eine Verdopplung im Vergleich zu 2023 (11,0 %). Zudem geben knapp 40 % der 14- bis 25-Jährigen an, sich den Schritt in die Selbstständigkeit vorstellen zu können; 9 % haben die Gründung vor ihrem 30. Geburtstag bereits fest eingeplant. Schüler:innen und jüngere Jahrgänge zeigen spürbar mehr Enthusiasmus als ältere Generationen.
Die jüngere Generation treibt dabei selten der Traum von der raschen Millionen-Bewertung an, sondern vielmehr der Wunsch nach Gestaltung: Für 88 % steht der Aufbau von Eigenständigkeit an erster Stelle, 76 % wollen schlicht eigene Ideen verwirklichen. Dass viele Vorhaben dennoch nie den Weg an den Markt finden, liegt selten an fehlendem Risikokapital. Vielmehr scheitern 75 % der Gründungsinteressierten bereits vor dem ersten Schritt am fehlenden Wissen über den Gründungsprozess. Nach Einschätzung der Expert:innen greifen klassische Förderinstrumente an dieser Stelle zu spät. Wenn Deutschland diese Gründungswelle nicht verpuffen lassen will, braucht es frühzeitige Praxisangebote an Schulen, Mentoring-Netzwerke und den Abbau bürokratischer Hürden.
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Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.
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