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Der Gender Pay Gap bleibt hartnäckig. Eine neue Studie legt nahe, dass Geschlechterklischees auch dann wirken, wenn das Gegenüber gar kein Mensch ist.
Dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer, ist bekannt. Wie tief dieses Muster reicht, überrascht jedoch.
In einem neuen Experiment untersuchten Forschende, wie sich das vermeintliche Geschlecht eines KI-Assistenten auf dessen Bewertung auswirkt. Die Aufgabe: Nach einer gemeinsamen Arbeit sollten die Testpersonen einen Geldbetrag zwischen sich und einem KI-Assistenten aufteilen. Das Ergebnis: Der weiblich dargestellte Avatar erhielt im Schnitt einen geringeren Geldanteil und wurde zudem als weniger menschlich eingeschätzt. Noch vor dem Experiment hatten viele Teilnehmende versichert, das Geschlecht der KI spiele für sie keine Rolle.
Für den Arbeitsmarkt ist das mehr als eine Kuriosität. Unternehmen setzen immer häufiger KI-Agenten als digitale Kolleg:innen ein, und mit jeder Designentscheidung über Stimme, Name oder Avatar schwingen Rollenbilder mit. Wer dabei unreflektiert auf Stereotype setzt, überträgt alte Ungleichheiten in neue Systeme.
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Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.