
Vor dem internationalen Frauentag blickt eine neue Studie auf den aktuellen Stand der Gleichberechtigung.
Am 8. März ist der internationale Frauentag – eine neue Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung blickt im Vorfeld auf den aktuellen Stand der Gleichberechtigung: Wo gibt es Fortschritte, wo Stagnation?
Die zentralen Trends: Zwar schrumpft der Gender Pay Gap langsam und auch der Abstand bei der Rente verringerte sich. Doch vor allem mit Blick auf die Erwerbsbeteiligung klafft weiterhin eine enorme Lücke zwischen Frauen und Männern. Besonders deutlich fallen diese Unterschiede auf, sobald Kinder mit im Haushalt leben. In Haushalten mit Nachwuchs ist der Anteil der Paare mit einem männlichen Alleinverdiener noch immer doppelt so häufig verbreitet wie bei kinderlosen Paaren.
Grundsätzlich ist die Gesamtarbeitszeit zwischen den Geschlechtern dabei zudem stark ungleich aufgeteilt: Leisten Mütter während ihrer ungefähren Arbeitswoche bis zu 60 % unbezahlte Haus- und Sorgearbeit, so besteht diese bei Männern hingegen zu 60 % aus bezahlter Erwerbsarbeit.
Und auch wenn der Gender Pay Gap 2024 bei “nur” 16 % lag (noch 2014 lag sie laut WSI bei 22,3 %), liegt sie damit weiterhin klar über dem EU-Durchschnitt von 12 %. Mehr Details und konkrete Maßnahmen zur Reduzierung hat der DGB.
Diese Themen haben uns außerdem interessiert:
Gen Z am Arbeitsmarkt: Eine neue Studie beleuchtet die Situation junger Menschen am Arbeitsmarkt und zeigt auf, dass sich diese so stark beteiligen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Insbesondere Studierende arbeiten immer öfter in Teilzeit und sind frühzeitig auf dem Arbeitsmarkt aktiv.
Handwerk oder Studium: Hinsichtlich steigender Akademiker:innen-Arbeitslosigkeit in Deutschland hinterfragen viele das Studium – was ist aber die sicherere Wahl und wer hat beim Gehalt die Nase vorn weiß die Tagesschau.
Zuwanderung: Lange war der deutsche Arbeitsmarkt ein enormer Pull-Faktor für die Migration von Fachkräften nach Deutschland. Doch neue Zahlen zeigen: Trotz hoher Zuwanderungszahlen verlässt ein signifikanter Anteil der Zugewanderten Deutschland innerhalb der ersten vier Jahre nach der Einreise wieder.
Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.
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