Hilf uns, deine Erfahrung zu verbessern, indem du unsere Cookies akzeptierst. Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung

Nur rund 7 % der Betriebe nutzen inklusive Formulierungen in ihren Stellenanzeigen. Besonders groß ist die Lücke in der Privatwirtschaft.
Während viele Betriebe den Mangel an Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung beklagen, bleibt die aktive Ansprache im Recruiting eine Ausnahme.
Denn obwohl für Betriebe ab 20 Mitarbeitenden eine gesetzliche Beschäftigungsquote von 5 % gilt, erfüllten 2024 nur 39,4 % der Arbeitgebenden diese Vorgabe vollständig. Wie eine Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) basierend auf 7,4 Millionen Stellenanzeigen von 142.500 beschäftigungspflichtigen Betrieben nun zeigt, nutzen lediglich rund 7 % in ihren Inseraten auf der BA-Jobsuche inklusive Formulierungen. Dazu zählen etwa explizite Willkommensbekundungen, Hinweise auf bevorzugte Berücksichtigung oder Gleichbehandlungsgrundsätze.
Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede je nach Eigentumsform und Unternehmensgröße: Fast die Hälfte der öffentlichen Arbeitgeber (46 %) versieht ihre Inserate mit einem solchen Hinweis, während die Privatwirtschaft mit 3,7 % weit abgeschlagen bleibt. Innerhalb des privaten Sektors heben sich vor allem die Energie- und Wasserversorgung (11,5 %) sowie das Bildungs- und Erziehungswesen (10,8 %) positiv ab. Zudem steigt die Quote mit wachsender Betriebsgröße kontinuierlich an. Großunternehmen ab 250 Beschäftigten nutzen inklusive Bausteine um ein Vielfaches häufiger (37,6 % im öffentlichen bzw. 5,2 % im privaten Sektor) als Kleinbetriebe mit 20 bis 39 Mitarbeitenden, wo die Anteile bei lediglich 25,7 % (öffentlich) und 1,0 % (privat) liegen. Zwar ist die BA-Jobsuche nur ein Kanal und Betriebe weichen auch auf kommerzielle Portale oder spezialisierte Jobbörsen aus, dennoch markiert der Befund eine strukturelle Leerstelle.
Diese Themen haben uns außerdem interessiert:
Agent Delegability Index: Gut ein Drittel der Tätigkeiten lässt sich teils an KI-Agenten übergeben, aber nur 2,5 % komplett autonom. Mit diesem Anteil belegt Deutschland im EU-Vergleich dennoch den Spitzenplatz. Eine Weltkarte der neuen Arbeitsteilung zeichnet die FAZ (€).
Arbeitsplatz stärkt Zusammenhalt: 69 % der Beschäftigten erleben an ihrem Arbeitsplatz starken Zusammenhalt, trotz wachsender Polarisierung in der Gesellschaft. More in Common hilft Betrieben mit Daten und Workshops, dieses verbindende Potenzial als Begegnungsraum aktiv zu nutzen.
Joblein wechsel dich: Aus Sicherheitsbedenken verharren viele Beschäftigte in unsicheren Zeiten im alten Job. Der Sprung ins Ungewisse kann sich auch in unsicheren Zeiten auszahlen. Für wen es sich lohnt und für wen nicht, zeigt t3n.
Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.