logo
Klischees widerlegt: Rekorderwerbsquote bei der Generation Z

Klischees widerlegt: Rekorderwerbsquote bei der Generation Z

Faul, unmotiviert und nur auf Work-Life-Balance bedacht? Die Zahlen zeichnen ein ganz anderes Bild. Neue IAB-Daten belegen: Die Gen Z arbeitet so viel wie seit Jahrzehnten nicht mehr

Fleißig statt faul.

Wer zur Generation Z gehört, sieht sich schnell mit Vorurteilen konfrontiert. Die Rede ist von mangelndem Engagement, Arbeitsunlust und einer übermäßigen Priorisierung einer Work-Life-Balance. Doch wie eine aktuelle Auswertung des Mikrozensus des IAB zeigt, basieren diese Erzählungen eher auf Gefühlen statt auf Fakten. So arbeiten in Deutschland junge Menschen heute so häufig wie seit Jahrzehnten nicht mehr: Die Erwerbsquote der 20- bis 24-Jährigen stieg von 2015 um 7,1 % auf historisch hohe 76,8 % im Jahr 2025.

Die Gen-Z arbeitet dabei deutlich häufiger als Ältere in Handelsberufen sowie in der Gastronomie und in der Lebensmittelbranche. Deutlich seltener ist sie in Berufen der Unternehmensführung und -organisation und unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufen beschäftigt. Rechnet man studentische Nebenjobs heraus, verteilt sich die Beschäftigung der Jüngeren schlussendlich ähnlich breit auf viele Berufe wie bei Älteren, womit die Gen-Z entgegen den Klischees eine zentrale und verlässliche Stütze des Arbeitsmarkts darstellt.

Diese Themen haben uns außerdem interessiert:

  • Alles im grünen Bereich: Klimaschutz wandelt sich von der PR-Aktion zur strategischen Führungsaufgabe. Untätigkeit könnte Unternehmen künftig bis zu 15 % ihres Umsatzes kosten, schreibt Haufe. Im Management sind deshalb vermehrt Green Skills gefragt, um Ökologie und Wirtschaftlichkeit auszubalancieren.

  • Prompt statt Redenschreiber: Die Bundesregierung setzt im Arbeitsalltag zunehmend auf KI-Sprachmodelle für Texte und Reden, wie heise berichtet. Während ein “KI-Führerschein” für Beamte verpflichtend ist, bleibt eine klare Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Texte bislang aus.

Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.

Wir verwenden Cookies

Hilf uns, deine Erfahrung zu verbessern, indem du unsere Cookies akzeptierst. Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung