Hilf uns, deine Erfahrung zu verbessern, indem du unsere Cookies akzeptierst. Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung

Stromberg lässt grüßen: Erfahren Sie, warum mangelnde Führungskompetenz heute für 78 % der Befragten zur Produktivitätsbremse wird.
Wenn es um furchtbare Vorgesetzte geht, ist ein Name Programm: Bernd Stromberg. Der (Anti-)Held der Capitol Versicherung ist das personifizierte Grauen aus Inkompetenz und Egoismus. Doch wie viel „Stromberg“ steckt im Jahr 2026 tatsächlich im deutschen Büroalltag?
Laut einer neuen Befragung von Gallup waren zuletzt lediglich 16 % der Beschäftigten mit ihren Vorgesetzten vollkommen zufrieden. Experten sehen die Ursache oft darin, dass viele Chefs zwar exzellente Fachexperten sind, es ihnen jedoch an echter Führungskompetenz fehlt. Aus Angst vor Entwicklungsgesprächen und zwischenmenschlichen Herausforderungen wird Führung oft vernachlässigt. Die Folge: 78 % der Befragten leisten nur noch „Dienst nach Vorschrift“.
Diese mangelnde Bindung ist kein bloßes Befindlichkeitsthema, sondern eine massive Produktivitätsbremse. Gallup schätzt, dass der deutschen Volkswirtschaft durch die „innere Kündigung“ von Mitarbeitenden zuletzt rund 113 Mrd. € verloren gegangen sind. Das entspricht mehr als 2 % der gesamten Wirtschaftsleistung.
Diese Themen haben uns außerdem interessiert:
Fachkräftemangel auf Rekordtief: Laut aktuellen Ifo-Daten klagen so wenige Unternehmen über einen Fachkräftemangel wie seit fünf Jahren nicht mehr. Dieser Rückgang ist jedoch primär der schwachen Konjunktur geschuldet: statt Personalsuche steht der Stellenabbau und Vorsicht bei Neueinstellungen im Fokus.
Gehaltscheck Brüssel: Eine aktuelle Analyse von über 1.850 Stellenausschreibungen zeigt, was man in Brüssel wirklich verdient. Das Mediangehalt über alle Rollen hinweg liegt bei 3.402 € monatlich, wobei die bestbezahlten Stellen aus den Bereichen Legal, Policy & Advocacy und Administration kommen.
Hoffnung bei Berufseinsteigern: Während viele Tech-Konzerne Personal abbauen, öffnet IBM wieder die Türen für Berufseinsteiger:innen und plant, die Zahl der Neueinstellungen in diesem Jahr zu verdreifachen. Die Einstiegsjobs sollen sich dabei stark von vergangenen Stellen unterscheiden und in Bereichen liegen, wo Interaktion mit Kund:innen erforderlich ist.
Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.