
Neue IW-Studie belegt, dass internationale Absolventen dem deutschen Staat langfristig Milliarden an Wertschöpfung bringen und so entscheidend dem akuten Fachkräftemangel entgegenwirken.
Der deutsche Arbeitsmarkt benötigt Zuwanderung.
Das an sich sind keine neuen Nachrichten. Doch eine neue IW-Studie im Auftrag des DAAD liefert nun erstmals belastbare Zahlen dazu, wie viele internationale Studierende Deutschland langfristig als Arbeitskräfte erhalten bleiben und welch enormen Wertschöpfungsbeitrag diese dem deutschen Staat bringen.
Rund 59 % der internationalen Studierenden sind auch neun Jahre nach ihrer Einreise noch im Land, etwa 45 % schaffen den Übergang aus dem Studium in den deutschen Arbeitsmarkt und rund 34 % eines internationalen Studienanfänger:innenjahrgangs bleiben bis zum Renteneintritt als Fachkräfte in Deutschland. Allein für die Staatskasse bedeuten diese zugewanderten Akademiker:innen einen deutlichen Gewinn.
Am Beispiel des Studienjahrgangs 2023 mit rund 81.800 internationalen Erstsemesterstudent:innen errechnet das IW, dass die sich bildenden Fachkräfte und Akademiker:innen Deutschland langfristig einen Wertschöpfungsbeitrag von 127 Milliarden Euro und einen fiskalischen Überschuss von 23,1 Milliarden Euro bescheren. Bereits zwei Jahre nach ihrem Abschluss zahlen die Absolvent:innen mehr an Steuern und Abgaben, als sie zuvor an staatlichen Leistungen erhalten haben. Basierend auf diesen Zahlen, dem akuten Fachkräftemangel und dem skizzierten demographischen Wandel plädiert der DAAD für einen Ausbau der Studienkapazitäten und der Unterstützungsangebote für internationale Studierende.
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Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.
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