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Die Nachfrage nach Gründungsberatung bei den IHKs steigt. Klingt erst mal nach Aufbruchstimmung. Doch der Blick ins Detail zeigt: Immer mehr Menschen gründen nicht aus Überzeugung, sondern aus Mangel an Alternativen.
Mehr Unternehmensgründungen bedeuten normalerweise gute Nachrichten.
Neue Dynamik, frische Ideen, Wachstumsimpulse für die Wirtschaft. Kein Wunder also, dass die steigende Nachfrage bei den Gründungsservices der IHKs zunächst nach einem positiven Trend aussieht. Schaut man genauer hin, ergibt sich allerdings ein anderes Bild.
Denn hinter den Gründungsberatungen steckt selten unternehmerischer Aufbruch. Vielmehr starten immer öfter gut qualifizierte Beschäftigte aus schrumpfenden Industriebranchen angesichts von Personalabbau und Insolvenzen in die Selbstständigkeit. Dabei liegt der Anteil der Gründungen aus Mangel an Erwerbsalternativen bei 36 %, so hoch wie seit 11 Jahren nicht.
Mit steigendem Interesse wachsen laut IHKs aber auch die Schwächen der vorgelegten Konzepte. Fast die Hälfte weist Defizite im kaufmännischen Grundwissen auf und 44 % haben klare Lücken bei der Finanzierungsplanung. Positiv sticht der Anteil der Frauen an den Gründungsberatungen hervor, welcher mit 44 % weiterhin hoch bleibt.
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Dieser Text ist zuerst im wöchentlichen politjobs-Newsletter als Editorial erschienen. Wenn du diesen Newsletter mit den neuesten Jobs aus dem Politikbetrieb jeden Mittwoch direkt per Mail erhalten möchtest, kannst du ihn hier abonnieren.